Ich lebe seit vielen Jahren vegetarisch, habe allerdings noch nie ernsthaft darüber nachgedacht, mich dauerhaft vegan zu ernähren. Das hat weniger damit zu tun, dass ich nicht gerne vegan esse oder die Ernährungsweise als problematisch ansehe – im Gegenteil! Für mich stellt es jedoch im Alltag, vor allem wenn ich auswärts esse, immer noch eine Herausforderung dar. In letzter Zeit habe ich jedoch immer weniger das Bedürfnis nach Milchprodukten und deshalb häufiger Alternativen beim Kochen eingesetzt.

Heute möchte ich euch meinen momentanen Liebling vorstellen! Nicht nur weil er besonders schnell geht, sondern auch weil er extrem lecker und gesund ist: tada – die Cashew-Sahne. Ursprünglich habe ich die Cashew-„Sahne“ als Füllung einer veganen Quiche kennengelernt, habe dann aber schnell gemerkt, dass sie sich wahnsinnig vielseitig in anderen Gerichten einsetzen lässt. Dazu kommen die vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften von Cashews!

WARUM CASHEWS GUT FÜR UNS SIND

Die halbmondförmigen Nüsse sind äußerst vitalstoffreich. Sie haben im Vergleich zu anderen Nüssen und Kernen mit fast 20 Prozent einen hohen Eiweißwert und zählen damit zu einer sehr hochwertigen pflanzlichen Proteinquelle. Außerdem enthalten sie Vitamine der B-Gruppe und Mineralien wie Magnesium, Kalium und Eisen. (Ach übrigens – Eisenmangel kann auch zu Haarausfall führen!).

Das Highlight, worüber wir uns beim Verzehr von Cashewkernen – im wahrsten Sinne des Wortes – ganz besonders freuen können: ihr hoher Gehalt an L-Tryptophan, die Aminosäure, die im Körper für die Herstellung von Serotonin (unser Glückshormon) verantwortlich ist. Wenn ihr also mal einen Happiness-Boost benötigt (wie ich hier im Hamburger Regenwetter), dann los!

WIE ES GEMACHT WIRD

Ganz einfach: Cashew-Nüsse mit Wasser und einem kleinen Spritzer Apfelessig in einen Mixer geben, gut mixen (je länger, desto cremiger), anschließend nach Belieben würzen und fertig!
Das Mischverhältnis für die Füllung der Quiche war: 200ml Wasser, 100g Cashewkerne. Das war jedoch auch eine sehr flüssige Angelegenheit (die dann beim Backen stockt). Für eine richtig „sahnige“ Konsistenz würde ich euch etwa 100g Cashewkerne auf 100ml Wasser empfehlen, oder am besten einfach Wasser nach und nach zugeben und selbst über die Konsistenz entscheiden!

Ich persönlich habe festgestellt, dass ich diese pflanzliche Alternative um einiges mehr genießen kann: gut für meinen Körper, gut für die Umwelt, gut für die lieben Milchkühe. Was will man mehr? Zudem ist die nussige Note bei vielen Gerichten tatsächlich ein wahres „Sahnehäubchen“. Probiert es einfach aus!