Eine Veränderung kommt selten allein. Wie ich euch schon in meinem Beitrag über chronische Krankenheiten erzählt habe, hat die Umstellung meiner Ernährung mich auch dazu inspiriert meine sonstigen alltäglichen Routinen zu überdenken. Vor allem ein Thema hat dabei mein Herz erobert: die gute alte Nachhaltigkeit. Passend hierzu heute hier für euch von mir: meine Top-5-Tipps für mehr Nachhaltigkeit vom Einkauf bis in die Küche.
#1 – FREEZE IT!

Ja, wow! Da erzähle ich euch ganz was Neues. Natürlich wissen wir alle, dass Lebensmittel länger haltbar sind, wenn wir sie einfrieren. Manchmal vergisst man jedoch schnell, welche Vielzahl an Lebensmitteln wir eigentlich einfrieren können. Früchte, die in eurem Obstkorb schon auf der Kippe stehen? Eignen sich perfekt um sie danach direkt gefroren in den Mixer zu werfen und einen leckeren Smoothie oder vegane Eiscréme daraus zu machen. (Gefrorene Trauben sind auch ein superleckerer Zwischensnack!). Wenn ihr mal einen ganzen Laib Brot nicht alleine schafft: in Scheiben schneiden, ab in die Gefriertruhe und die Scheiben sind im  Toaster in Sekundenschnelle wieder einsatzbereit. Wenn ihr euch generell unsicher seid, ob ihr etwas einfrieren könnt: einfach schnell googlen – es klappt öfter als man denkt. Ansonsten könnt ihr Lebensmittel auch immer in fertige Gerichte (beispielsweise Suppen oder Eintöpfe) verarbeiten und diese einfrieren, damit seid ihr nicht nur – zack! – direkt aktiv gegen Food Waste, sondern habt auch immer gesundes „fast food“ parat.

#2 – ZWISCHEN PLASTIK SPAREN UND HEIMATGEMÜSE

Stellt euch vor ihr steht im Supermarkt und könnt euch nicht entscheiden: die eine Gurke – in Plastik , aber bio und regional? Oder die andere – von weit, weit her, aber uneingepackt? Ja, dieses Dilemma kenne ich gut und manchmal ist es nun wirklich nicht leicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Oft liegt es aber in unserer Hand: warum Äpfel aus Spanien kaufen, wenn sie doch auch in unserer Heimat um die Ecke wachsen. Wieso zu den Tomaten in Plastikverpackung greifen, wenn sie lose doch genauso gut schmecken? Vielleicht trifft man nicht immer die richtige Entscheidung, aber man kann sie zumindest bewusst treffen. Schaut euch außerdem um, ob es nicht einen kleinen Obst- und Gemüsehändler bei euch um die Ecke gibt: meist sind die Lebensmittel kaum teurer, selten verpackt und oft einzeln zu kaufen und daher besser auf euren wirklichen Bedarf anzupassen.

#3 – IT’S THIS TIME OF THE YEAR

Warum lieben wir alle Erdbeeren und Spargel? Genau, weil sie sich rar machen. Informiert euch, welches Obst und Gemüse gerade Saison bei uns hat und lasst euch dadurch inspirieren auch mal etwas Neues auszuprobieren. Nachdem man sich im Herbst durch die verschiedenen Kürbissorten probiert hat, heißt es: keine Angst vor Wintergemüse! Auch Kohl und Pastinaken können lecker variiert zubereitet werden. (Und übrigens: Obst und Gemüse, das gerade Saison hat, ist deutlich günstiger!)

#4 – EINGETÜTET

Manchmal kann Kleines ganz Großes bewirken. Eine kleine Veränderung in meinem Einkaufsverhalten habe ich einer kleinen, faltbaren Tasche zu verdanken, die ich von meinem Freund geschenkt bekommen habe. Diese ist nun mein ständiger Begleiter – ob in Rucksack oder Handtasche. Selbst wenn der Wille auch davor schon da war, musste ich trotzdem des Öfteren Papiertüten im Supermarkt kaufen, da ich nicht an einen Beutel gedacht habe. Also los geht’s: Packt euch in eure „Everyday-Tasche“ (oder in mehrere) einen Beutel, der nach dem Ausräumen des Einkaufs immer wieder sofort hineingepackt wird. Ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch viel angenehmer zum Tragen.

#5 – VEGEWAS?

Man muss nicht gleich Vegetarier werden, um auf seinen Fleischkonsum zu achten. Die Tatsache, dass Fleischverzehr in nicht geringem Maße zum Klimwandel beiträgt, sollte uns alle nicht ganz kalt lassen. Sich jedoch zu hohe Ziele zu setzen, kann oft abschreckend wirken. Wie wäre es denn beispielsweise mit einem fleischfreien Tag in der Woche zu starten oder nur am Wochenende Fleisch zu essen? Auch der bewusste Konsum von gutem Fleisch (und anderen tierischen Produkten) aus ökologischer Landwirtschaft, das dann auch entsprechend teurer ist, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Foto: Ben White