Besonders spannend am Reisen ist für mich immer wieder das Entdecken von neuen Lebensmitteln und Gerichten. Heute stelle ich euch zwei meiner Lieblinge vor, die ich während meiner Ecuador- und Kolumbienreise zwar nicht frisch kennengelernt, mich dafür aber neu verliebt habe.

Für Vegetarier ist die Küche in Ecuador und Kolumbien nicht immer ganz einfach, da viele Gerichte mit Fleisch zubereitet werden. Es wird außerdem frittiert bis zum Umfallen, was ich wirklich schade finde, da die Länder eine so große Vielfalt an wundervollen Lebensmitteln bieten. Ich habe auf der Reise wieder gemerkt, wie viel zufriedener es mich macht, wirklich gute Lebensmittel zu essen – „richtige“ Nahrung, die meinen Körper mit all den Nährstoffen und Vitaminen versorgt, die er braucht. Deshalb habe ich mich auf meine beiden ganz persönlichen Highlights konzentriert, die mich – auch wieder zurück Zuhause – inspiriert haben:

YUCCA

Die Yuccawurzel wird in Kolumbien sehr häufig eingesetzt. Ob zu Brot, Arepas (typisch kolumbianische „Teigfladen“, meist aus Mais oder Yucca) verarbeitet oder ähnlich wie Kartoffel zubereitet – die Wurzel ist einfach köstlich! Wir hatten das Glück selbst ein Yuccabrot zubereiten zu können, auf ganz traditionelle Weise.

GANZ NEBENBEI HAT DIE KNOLLE VIELE POSITIVE EFFEKTE:
  • Darmreinigende, entzündungslindernde und immununterstützende Wirkung! Die Wurzelknolle enthält Saponine – das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die durch ihre hohe Bindungsfähigkeit die Ausscheidung von ungewollten Substanzen und Ablagerungen im Darm fördern. Somit wird der Körper bei einem natürlichen Entgiftungsprozess unterstützt.
  • leicht verdaulich, weshalb sie perfekt geeignet ist für Menschen mit einem empfindlichen Magen-Darm-System (außerdem ist Yucca glutenfrei!)
  • anti-arthritische Eigenschaften bzw. generell positive Auswirkungen auf Gelenkentzündungen
  • besteht aus komplexen Kohlenhydraten, die uns langfristig mit Energie versorgen

Tipp: Die Yucca-Wurzel sowie auch Yucca-Mehl bekommt man in Deutschland in den meisten asiatischen Supermärkten!

QUINOA 

Nachdem das „Pseudogetreide“ früher schon oft auf meinem Speiseplan stand, ist es in den letzten Jahren etwas kurz gekommen. Wiederentdeckt haben wir es im Regenwald in Ecuador bei einer leckeren Quinoasuppe. Da dies direkt am Anfang der Reise war, habe ich mir leider kein Quinoa von der Reise mitgebracht, hier zu Hause aber trotzdem einen leckeren Quinoasalat zubereitet.

BESONDERS POSITIVE EIGENSCHAFTEN VON QUINOA:
  • wunderbare pflanzliche Eiweissquelle (liefert sämtliche essenziellen Aminosäuren, die der Körper benötigt)
  • Quinoa for the mood! Quinoa ist reich an Tryptophan, einer Aminosäure, die essentiell für die Bildung von Serotonin (unser Glückshormon) ist
  • enthält hochwertige ungesättigte Fettsäuren, die wiederum Omega-3-Fettsäuren und Linolsäure enthalten (diese wirken sich positiv bei Entzündungen oder virenbedingten Erkrankungen aus)
  • durch den hohen Gehalt an Magnesium und Riboflavin (Vitamin B2) soll Quinoa Migräneattacken lindern
  • reich an Eisen, Magnesium und Mangan
  • Quinoa ist glutenfrei
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Wie so oft gibt es auch beim Verzehr von diesen kleinen Superhelfern eine Schattenseite: da sowohl Quinoa als auch Yucca hauptsächlich in Süd-und Zentralamerika angebaut werden, haben sie lange Transportwege hinter sich, was ökologisch gesehen nicht ganz unproblematisch ist. Das sollten wir bei all der Begeisterung natürlich nicht vergessen! Bei mir darf es trotzdem ab und zu auf den Teller, it’s all about moderation!

Abgesehen von diesen beiden Lieblingen konnten wir natürlich nicht genug kriegen von den tollsten tropischen Früchten, frischgepressten Säften, leckersten Avocados oder Kokoswasser von selbstgepflückten Kokosnüssen. Aber man kann ja nicht alles Gute mitnehmen – es bleibt die Freude auf’s nächste Mal.